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Jauchzet Gott! Schönheit, die den Atem stocken lässt

LVZ, Kultur, Benedikt Lessmann

(...) Das Temperament des Niederländers ist ansteckend. In heiteren Stücken gibt Koopman dem Affen mächtig Zucker, bewegt sich ausgelassen zur Musik (...). Die Spielfreude der phänomenalen, erdig getönten Kapelle steckt, so darf man vermuten, schon ab den ersten Noten der Ouverture C-Dur jeden in der Nikolaikirche an. Diese Musik entsteht jetzt, für den Moment des Hörens. Koopman lässt die Ausgestaltung vom Timing oder Lautstärkerelief am abend selbst entstehen - oder kan überzeugend den Eindruck erwecken. Hier herrschen Spontanität, Improvisation, Groove - es gäbe gute Gründe, die Genrebezeichnung Jazz in Erwägung zu ziehen.
Nach den mitreissenden Tänzen der Ouvertüre gehört der Abend mit drei bachschen Solokantaten der grandiosen Dorothee Mields. Mit staunenswerter Souveränität meistert die Sopranistin Koloraturen und Höhen. Eindringlich und sprechend verdeutlicht sie die (textlich wie so oft durchaus seltsamen) Rezitative, befreit und klar die Arien. 
Aus den Reihen des Orchesters stehen ihr exzellente Instrumentalisten zur Seite. Wunderbar die Dialoge mit Oboist Antoine Torunczyk, in dene beide schon einem einzelnen Ton unendlich viele Farben entlocken. Um das Glück voll zu machen, treten sie an diesem Abend seht oft zusammen an - was den angenehmen Nebeneffekt eines rotes Fadens zeitigt, in Sachen Klangfarbe. Um nur ein Bespiel zu nennen: Die Arie "Stumme Seufzer, stille Klagen" aus BWV 199 gelingt den beiden in einer Schönheit, die den Atem stöcken lässt. (...)